Resting Bitch Face – RBF oder auch Gesichtsausdruck-Syndrom

Resting Bitch Face – RBF oder auch Gesichtsausdruck-Syndrom

„Warum bist Du denn so schlecht gelaunt?“, „Oh Gott, ist etwas Schlimmes passiert?“, „Stimmt etwas nicht?“, Bist Du irgendwie sauer“? Bist Du gestresst?“, „Wie schaust Du denn?“

Hörst Du diese Sätze auch des Öfteren mal, obwohl eigentlich alles in bester Ordnung ist? Das Problem: Wenn man normal oder entspannt in die Leere schaut, so wie ich es zuweilen zu pflegen tue, wirkt die Mimik manchmal auf andere ausdruckslos oder sogar aggressiv – obwohl man sich selbst gar nicht so fühlt. Warum? Ganz einfach – weil man nicht lächelt. Die Gesichtsmuskeln sind total entspannt, die Mundwinkel ziehen sich dabei aber auch gerne mal etwas nach unten.

Keine Sorge, Du bist nicht allein. Das sogenannte „Resting Bitch Face“ (RBF)-Syndrom ist ziemlich weit verbreitet.

Gemeint ist eine natürliche Mimik, die eher den Anschein erweckt, dass jemand dauerhaft wütend oder genervt ist. Das kann teilweise so fies und arrogant aussehen, dass sich andere entweder instinktiv Sorgen um Dich machen – oder die Flucht ergreifen. Beides kann auf Dauer tatsächlich ziemlich nerven, wodurch sich der Blick mit der Zeit wohl noch verfestigt.

Was man dagegen machen, wenn man unter dem Resting Bitch Face leidet und andere damit vergrault, dass man aussieht, als hätte man latente Mordgelüste? Leider nicht viel. Einen natürlichen Gesichtsausdruck zu verändern, ist wohl eher ein Ding der Unmöglichkeit, wenn man es sich nicht ständig im Kopf bewusst macht à la „Lächeln nicht vergessen, lächeln nicht vergessen, lächeln nicht vergessen…“. Dafür kommt der Ausdruck leider zu reflexartig. Trotzdem muss man sich nicht grämen, sondern kann das Ganze mit Humor nehmen – auch, wenn man das einem dann immer noch nicht ansieht.

Wer ein Resting Bitch Face wie ich hat, der kennt die besten Aufmunterungssprüche sicher schon in- und auswendig. Trotz der ständigen Rechtfertigung, dass es einem wirklich gut geht und man auch gar nicht sauer ist, hat so eine versteinerte Mimik auch manchmal ihre Vorteile. Und über die kann man sich durchaus freuen – mit einem leichten Zucken der Mundwinkel.

Alle, die sich trauen auch mal nicht zu lächeln, können allerdings auch Vorteile daraus ziehen. Sie werden, zum Beispiel beim Weggehen bzw. in der Öffentlichkeit, nicht pausenlos von irgendwelchen Fremden angequatscht und man wird im Beruf schneller ernst genommen.

Die Leute halten dich für einen Snob und wissen nicht, wann du scherzst oder sarkastisch bist und was du ernst meinst: Alle lachen zwar mit dir (aus Angst?), aber sie fragen dich hinterher besorgt, ob du den Witz nicht doch ernst gemeint hast. Bitte was? Kennt ihr Leutchen mich denn überhaupt nicht?

Einen besonderen Prototyp stellt unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel dar.

Die Merkel-Falten, medizinisch auch Mentolabialfalten oder Marionettenfalten genannt, bestimmen ihren Gesichtsausdruck zunehmend und spiegeln ihre lausige, mentale Verfassung wider.

Die Falten sind u. a. sicherlich ein Zeichen dafür, dass ihr der föderalistische Corona Massnahmen Hick-Hack ziemlich zusetzt und sie nicht in der Lage ist, die Landesfürsten*innen so zu disziplinieren, dass weitestgehend einheitliche, bundesdeutsche Regelungen verabschiedet werden können.

Zum Glück hat sie ja nur noch ein paar Monate und kann deshalb von einer Hyaluronsäure Unterspritzung absehen, welche die Sollbruchstellen ihrer spezifischen Falten auffüllen würden.

Resting Bitch Ears – RBE oder auch Hörignorier-Syndrom

Manchmal steckt in sprichwörtlichen Redewendungen viel Wahrheit. Die potentielle Missverständlichkeit von Kommunikation wird in der Formulierung der tauben Ohren (z.B. auf taube Ohren stoßen, oder auf diesem Ohr bin ich taub) deutlich.  Auf taube Ohren können nicht nur flapsige Ãusserungen, sondern auch wohlformulierte Sätze beim Gegenüber stoßen und diese werden bewusst ignoriert, falls sie nicht den Erwartungen entsprechen oder als unbequem angesehen werden.

Die psychologische Deutung dieses Phänomens kann in der Mehrdeutigkeit einer Botschaft liegen oder auch an schlechten Erfahrungen aus der Vergangenheit.

Woran kann es liegen, dass manchmal nichts von dem was man sagt beim Gegenüber ankommt bzw. aufgenommen wird? Oft liegt es an den falschen Erwartungen, mangelnder Flexibilität oder der Sturheit des Gesprächspartners, der nicht erbauliche Aussagen absichtlich ignoriert, d.h. die Ohren auf „Durchzug“ und somit auf taub stellt.

Enttäuschung und unerwünschte Folgegefühle können ein Gespräch sehr schnell entgleisen lassen, egal ob ein „Lob- oder Tadel Szenario“ fiktiv oder realistisch ist. Deshalb ist es für viele Zeitgenossen opportuner, besser nichts zu hören und dem Resting Bitch Ears Syndrom zu frönen.

5/5 - (2 votes)

No Comment

Kommentar verfassen