Krieg der Sterne – Gendern bis der Arzty kommt
Es hat den Anschein, dass wir langsam, aber sicher zu einer
semantischen Idiotenrepublik mutieren, weil der Gender-Sprech Wahnsinn wird immer obskurer wird.
Es ist schon schlimm genug, dass sich der Wiener Schwachkopf Hermes Phettberg mit der Entgenderung der deutschen Sprache beschäftigt, nun bekommt er durch den Germanisten und Sprachdidaktiker an der Technischen Universität Braunschweig, Thomas Kronschläger, auch noch aktive Unterstützung.
Er will den Genderstern abschaffen, was ja im Kern löblich ist, doch will er eine Entgenderung, die keine Person mehr erkennen lässt bzw. das Geschlecht explizit sichtbar macht. Geschlechtergerechte Sprache diente dazu, Frauen sichtbar zu machen, geschlechtsneutrale schließt durch das Nichtmarkieren des Geschlechts auch Personen mit ein, die in der heteronormativen Ordnung keinen Platz finden, ist eines der Argumente.
Kronschläger ist der Meinung, dass man um gendergerecht sprechen und schreiben zu können, es keiner Sternchen, Doppelpunkte, Unterstriche und Binnenmajuskel-I’s bedarf und man ein barrierefreies Gendern einführen sollte.
Mann muss lediglich bei Personenbezeichnungen ein „y“ an den Wortstamm anhängen und eine geschlechtsneutrales „das“ davorsetzen und schon fühlen sich alle (m/w/d) mit gemeint, was so viel bedeutet, gendern bis das Arzty kommt und im Plural würde es dann mit einem angehängten „s“ heissen, gendern bis die Arztys kommen.
Ob auch innerhalb von Wörtern gegendert werden soll, wäre freigestellt. Ein Wortungeheuer wie »Bürger*innenmeister*innengehilf*innen« schnurrt auf »Bürgymeistygehilfys« zusammen. Man spart drei Kunstpausen beim Sprechen und beim Schreiben fast die Hälfte der Anschläge und hat womöglich sogar ein paar Lachys auf seiner Seite.
Ein »Drucky« zum Beispiel sei jetzt ohne Zweifel eine Person, die in einer Druckerei arbeitet, »ein »Drucker« hingegen ist das dort verwendete Gerät.
Zudem lassen sich Personenbezeichnungen gendern, die auf »-ling« enden: das Liebly, das Lehrly, das Widerly, das Schädly.
Man geht zum Bäcky und Frisöry und hat damit idiotysichere, geschlechtsneutrale, genderfluide Begriffe, die nicht mehr diskriminierend wirken können.
Somit hat das generische Maskulin ein endgültiges Ende erhalten, den wir sagen nicht mehr Lehrer, Arbeiter, Schauspieler, sondern Lehry, Arbeity und Schauspiely. So ist es egal ob wir Mann, Frau oder Diverse meinen und damit alle gleichermassen ansprechen.
Die ausufernden Bemühungen die deutsche Sprache auf Biegen und Brechen geschlechtsneutral zu verwenden, schiessen für mich über das ursprünglich beabsichtigte Ziel hinaus und stellen eine Vergewaltigung unserer historisch gewachsenen, sprachlichen Gepflogenheiten dar.
Unsere Sprache darf nicht zum Spielball politischer Ideologien und Interessen und per Dekret aufoktroyiert werden.
Den mannigfaltigen Versuchen, die deutsche Sprache als ungerecht und benachteiligend zu bezeichnen, muss Einhalt geboten werden. Dies hat nichts mit ewiger Gestrigkeit, und Verleumdung von sozialen Kommunikationsstrukturen zu tun, sondern dient dem Schutz einer weitestgehend einheitlichen Sprachkultur.
Nun hat ausgerechnet das Flaggschiff und Hüter unserer deutschen Rechtschreibung, der Duden, Öl ins Gender Feuer gekippt und sich erdreistet, dem Wort Mieter ein generisches Maskulinum zu verpassen.
Das hat bei den genderideologischen Expertinnen der deutschen Sprachpolizei einen epochalen Aufschrei hervorgerufen und sie sind der Meinung, dass dadurch die Hälfte der Menschheit, nämlich die weibliche, ausgeblendet wird. Weiterhin erschwere dies auch die Bezeichnung diverser Menschen, die sich weder dem männlichen noch dem weiblichen Geschlecht zugezogen fühlen und Nennungen wie Mieter (m/w/d), oder Mieter*innen, Mieter_Mieterinnen wäre nicht mehr möglich.
Es wäre eine Katastrophe, dass Personenbezeichnungen mit einem grammatisch männlichen Geschlecht nichts über das biologische Geschlecht aussagen und einer geschlechterneutralen Deutung im Wege stehen.
Sollen die Ablehner*innen nun alle umerzogen werden und die Auswüchse der grammatikalisch falschen, geschlechterneutralen Sprache mittragen? Sollen bisher gültige Regeln und Normen einfach willkürlich verändert werden und eine knallharte, verschrobene Geistesausrichtung durchgesetzt werden, der alles untergeordnet wird?
Momentan schwirren die abstrusesten Formulierungen und Kreativlösungen im Netz herum. Sollen Klammern vermieden werden, oder doch besser das Binnen-I, oder Gender-Gap oder Gender-Sternchen benutzt werden?
Es liegt mir fern diesem entgleisenden Gender-Unsinn zu viel Bedeutung zuzumessen, doch bin ich der Meinung, dass es an der Zeit ist, dass die Bürger, die damit nicht einverstanden sind, ihren Unmut darüber verkünden und sich solidarisch erklären.
Eine schweigende Mehrheit bestärkt die Apostel der „queeren“ Sprachkultur in ihren Bemühungen und wäre mitverantwortlich, wenn wir unsere ursprüngliche Sprachidentität und Loyalität verlieren würden.
Wehret den Anfängen, damit wir nicht im sprachlichen Absurdistan landen und die Neu-Sprech Demagogie weiter voranschreitet.
Ich bin mir durchaus bewusst, dass meine Zeilen, bei dem Einen oder Anderen Unverständnis hervorrufen werden, doch im Zuge der freien Meinungsäusserung ist es mir wichtig, meinen Standpunkt zu vertreten.
Als Autor unterliege ich nicht dem Genderwahn, da es die Lesbarkeit stört. Ich teile viele Deiner Einstellungen, da wir viel Wichtigeres zu tun haben, als den Genderwahn in den Mittelpunkt unseres Denkens und Handelns zu stellen.