Die Ahrtal Flutkatastrophe war vorhersehbar

Die Ahrtal Flutkatastrophe war vorhersehbar

Wie man aus den nachfolgenden Webseiten-Links ersehen kann, ist das Ahrtal, was drohende Überflutungen anbelangt, schon seit jeher eine tickende Zeitbombe. Seitens der Behörden und auch den Bauträgern sah sich anscheinend niemand aufgerufen, diese Warnungen ernst zu nehmen, dem Bau Wahn entgegenzutreten und geeignete Schutzmassnahmen zu veranlassen.

Hochwasser der Ahr am 21. Juli 1804 – Wikipedia

Die Ahr und ihre Hochwässer in alten Quellen (kreis-ahrweiler.de)

Forscher betrachten auch Ahr-Hochwasser von 1804 und 1910 (lokalo.de)

Es wurden trotzdem die Bodenflächen weiter versiegelt und die Bebauung munter weiter betrieben, obwohl man ja eigentlich von diesen ebenfalls katastrophalen Überflutungen hätte gewarnt sein und diese Daten in den Hochwasserkarten mit aufnehmen müssen.

Den für den Hochwasserschutz in Rheinland-Pfalz zuständigen Politikern und Behörden ist jedoch die Barrierefreiheit und mehr Lebensraum für die Fische in der Ahr wichtiger als der Schutz der Bevölkerung gewesen. Es wurden alle Wehranlagen, Schwellen und Querbauwerke im Verlauf der Ahr abgebaut. Das Umweltbundesamt monierte z. B., dass solche Querbauwerke unüberwindbare Hindernisse für Fische auf ihrer Wanderung zu Laichplätzen in den Oberläufen darstellen würden.

So sind die Wasserbremsen weg und man konnte sich über Renaturierung und freie Fahrt für die Wanderfische erfreuen. Anscheinend hat man noch nichts von sog. Fischtreppen gehört, wie sie z. B. an der Mosel Bestandteil der Staustufen sind.

Zusätzlich ist es besonders schlimm, dass es seitens der Landesregierung versäumt wurde, trotz vieler Warnungen der Gemeinden und der Landesanstalt für Umwelt über dramatische Pegelstände, rechtzeitigen Katastrophenalarm auszulösen. Die Ministerpräsidentin, der Innenminister und auch die Umweltministerin waren rechtzeitig informiert worden, sahen aber anfänglich keine Notwendigkeit entsprechende Schutz- und Evakuierungsnassnahmen einzuleiten.

Niemand fühlt sich schuld und Konsequenzen aus dem Fehlverhalten wird es, wie so oft in letzter Zeit erlebt, nicht geben

Heute ist es einfacher den Mensch als Feind er Natur anzusehen und den Klimawandel und das CO2 dafür verantwortlich zu machen. Damit wird von den tatsächlichen Verantwortlichen abgelenkt, die in allen Amtsstuben und Gesellschaftsschichten zu finden sind.

Das stellt für mich von Menschen gemachtes Verschulden dar und nicht nur das, was gerade ideologisch in die politische Agenda des überzogenen Klimawahns und auch des Umwelt- und Naturschutzes passt. So werden nur Symptome bekämpft und nicht die wahren Krankheiten, was sicherlich von der Politik besser verkauft werden kann und weniger Anstrengungen erfordert.

Besonders verwerflich ist ausserdem, dass seitens der „Aktion Deutschland hilft“ eine Geldspende für die Flutopfer vom Waffenhersteller Hecker + Koch aus ethischen Leitliniengründen abgelehnt und das Geld zurückgegeben wurde. Dieser oberlehrerhafte, heuchlerische Moralismus erscheint mir im Sinne des Gemeinwohls deplatziert und sollte keine Zustimmung finden.

So ist es kein Wunder, dass im Ahrtal längst Ernüchterung und Frust über die allgemeine Phrasendrescherei der Politik Einzug gehalten hat und man sich irgendwie verlassen und veräppelt fühlt.

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