Kanzlerdämmerung vor Toresschluss

Kanzlerdämmerung vor Toresschluss

Wir haben mit Annalena Baerbock eine quotierte Infantin, die Anspruch erhebt, ohne jegliche Qualifikation, den Kanzlerthron zu besetzen.  Sie hat sich mit ihrem unüberlegten, kindlich naiven Geplappere selbst um Kopf und Kragen geredet und die Chancen auf eine Wahl grob fahrlässig in den Sand gesetzt. Mit ihrer anfänglich ausgeprägten Beratungsresistenz sowie ihre Vita-Hochstapelei hat sie der Partei der Grünen mehr geschadet, als genützt und die Quotenregelung in Verruf gebracht. Die Grünen, die anfänglich mit einer Wählerzustimmung von über 25% rechnen konnten, werden zum Schluss froh sein müssen, wenn man noch vor der FDP die Ziellinie überquert.

Die angestrebte Kanzlerschaft ist zur puren Illusion verkommen und wenn man richtiges Pech haben sollte, ist sogar eine Regierungsbeteiligung in Gefahr. Hier hat sich eindeutig gezeigt, dass übersteigertes Anspruchsdenken durch das signifikante Fehlen politisch geschulter Human-Ressourcen nicht vom Wähler unterstützt und toleriert wird. Der politische Höhenflug hat ein rapides Ende genommen und sich als eine ideologische Mogelpackung erwiesen, die nur ein begrenztes Zutrauen generieren konnte,

Mit dem aalglatten, dauergrinsenden Olaf Scholz haben wir einen politischen Trittbrettfahrer, der im Windschatten von Angela Merkel permanent versucht sich mit fremden Federn zu schmücken und jeder klaren Antwort während der Wahlkampfperiode aus dem Weg geht. Er predigt vollkommene Transparenz und war der grösste Pharisäer, wenn es darum ging in den Untersuchungsausschüssen zu seinen Verstrickungen bei den Cum-Ex, Warburg, Wirecard, Greensill, Geldwäsche und Hapag-Lloyd Skandalen und den getroffenen Fehlentscheidungen Stellung zu nehmen. Sämtliche Vorwürfe tropften an ihm ab und wenn es ans Eingemachte ging, wusste er entweder von nichts, wusch seine Hände in Unschuld oder hatte urplötzliche Gedächtnislücken.

Er sieht es mehr als eine Auszeichnung an, dass man ihn als Schulden-Minister bezeichnet, da er mantramässig der Bevölkerung assoziieren will, dass unser Land, aus dem von ihm hauptsächlich mit verursachten Giga-Schuldenberg herauswachsen wird und ab 2026 wieder kräftig getilgt werden kann. Angesichts dessen, was in den kommenden Jahren noch zusätzlich für die propagierten Investitionen zur Verwirklichung der grossen Transformation, den Massnahmen zum Gesundheits- und Umweltschutz an Krediten aufgenommen werden muss, kann man seine Aussagen nicht mehr als Notlüge ansehen, sondern muss diese als bewusste Wählertäuschung bewerten.

Er hofft hinter der Maske des Biedermanns darüber hinwegtäuschen zu können, dass seine Partei Deutschland in eine extrem linke Zukunft führen will und nicht zurückscheuen wird, falls es für die Machtergreifung notwendig sein sollte, die SED-Nachfolgepartei mit ins Boot zu nehmen.

Das Trojanische Pferd stellt, was ihn anbelangt, einen schwachen Abklatsch dar und seine Demaskierung ist nur eine Frage der Zeit.  Sie erfolgt spätestens dann, wenn die Zeit für die Verteilung der Minister- und Funktionärsämter kommt und ein Kabinett des aktiven Grusels in Berlin Einzug hält, wenn man an Protagonisten wie Esken, NoWaBo, Kühnert und womöglich wieder Maas etc. denkt.

Armin Laschet, der als amtierender Ministerpräsident von NRW gewisse politische Erfolge nachweisen kann, hat nichts unversucht gelassen, sich selbst zu diskreditieren und unglaubwürdig zu erscheinen. Bereits im Vorfeld der Kanzlernominierung, hat er die Zeichen der Zeit nicht erkannt und sich auf Grabenkämpfe mit Markus Söder eingelassen, dem er intellektuell nicht gewachsen war. Dies haben er und auch die CDU-Führungsriege nicht erkannt oder aus opportunistischen, parteitaktischen Erwägungen nicht gewollt. Er hat sich mehr und mehr zum Ritter der unglücklichen Figur entwickelt und permanent an Vertrauen und Glaubwürdigkeit verloren.

Sein biederes Gehabe, seine fehlende Eloquenz sowie seine inkonsequente Vorgehensweise bei der Bewältigung der anstehenden Krisen haben zwangsläufig dafür gesorgt, dass sein im Hintergrund lauernder Kontrahent aus dem sozialistischen Lager, ohne eigenes, aktives Zutun an Zustimmung gewann und vermutlich als lachender Sieger aus dem Wahlkrampf hervorgehen wird.

Die einstige rheinische Frohnatur Laschet läuft grosse Gefahr am Ende des Wahlkampffiaskos vor einem politischen Scherbenhaufen zu stehen und im Polit-Nirwana Einzug zu halten. Es erhebt sich kurz vor Toresschluss lediglich die Frage, ob er über seinen Schatten springen und der Partei einen letzten grossen Dienst erweisen kann. Das würde bedeuten, dass er, aus welchen Gründen auch immer auf die Kanzlerkandidatur verzichtet und die CDU/CSU seinen MP Kollegen aus Bayern auf das Bewerbungsschild hebt. Die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Plan komplett schief gehen könnte, ist aufgrund der momentanen schlechten Prognosen gering und könnte kurz vor Toresschluss noch eine Wende bedeuten und einen Wahlsieg der Sozen verhindern.

Die vor dem Wahlgang bestehende Gemengelage zeigt in erschreckender Art und Weise, in welchem Zustand sich die Parteienlandschaft in Deutschland befindet. Für das höchste Amt bewerben sich Kandidaten, die nicht in der Lage sind, überzeugend ein Wahlprogramm zu präsentieren, das auch vom Volk verstanden wird und nicht ein Flickenteppich von unausgereiften und verwirrenden Problemlösungen darstellt, ohne klare und auch realistisch umsetzbare Richtungen aufzuzeigen.

Diese generelle politische Bankrotterklärung lässt nichts Gutes für die Zukunft hoffen und man kann nur den Wunsch hegen, dass der Wählerwille in einem weitgehend, allgemein verträglichen Kompromiss seine Verwirklichung findet und wir in den nächsten Jahren von links- oder rechtsextremistischen Politeinflüssen verschont bleiben. DDR 4.0 und das Vierte Reich dürfen unter keinen Umständen bei uns politisch salonfähig werden und es müssen alle Anstrengungen unternommen werden, dass dies verhindert wird.

Wer in dem vergangenen Jahren das geringere Übel wählte, wird bei dieser Wahl in grosse Gewissenskonflikte kommen, denn es gibt es nicht mehr. Alles ist übel und Alternativen, wie die FDP, die unter dem Medien affinen und omni-präsenten Tausendsassa Lindner wieder etwas Höhenluft schnuppern kann, sind sicherlich nicht der Weisheit letzter Schluss. Die Schein-Liberalen offerieren als Mehrheitsbeschaffer lediglich die zweifelhafte Alternative, ob man gebremst oder ungebremst ins Unheil abdriften will, wie die letzten Vorgänge in Thüringen leidvoll zeigten, wo sie ein klares Eigentor schossen.

Geschwätzige Rhetorik ohne Essenz und permanent im Konjunktiv salbadernd, die neben Lindner auch sein Talkshow tingelnder Kompagnon Kubicki meisterhaft beherrscht, ist einfach nicht ausreichend, um eine seriöse, bodenständige Politik dem Bürger zu vermitteln.

Es ist allerdings mehr als erschreckend, dass viele politisch Interessierte, die als Entscheidungshilfe den Wahl-O-Mat testen, als Ergebnis in ihrer Grundhaltung eine politische Nähe zur AfD feststellen müssen und den Glauben an die Politik und die Block-Parteien verlieren.

Deshalb wird uns auch in den kommenden Jahren ein latentes Staatsversagen begleiten, welches es nicht erlauben wird, dass wir optimistisch in Zukunft blicken können. Der Umgang mit Krisen wird vorrangig unser Dasein bestimmen und uns wenig Spielraum für ein eigen bestimmtes Leben geben. Mehr oder weniger faule Kompromisse werden zum Alltag gehören und uns zu Abstrichen in der Lebensqualität zwingen. Unbekümmert war gestern, das Morgen wird ein Stück weit trister ausfallen und Umdenkungsprozesse in Gang setzen, die es schrittweise ermöglichen werden, wieder optimistischer in die Zukunft blicken zu können.

Lasset uns das Glas erheben, scherzen und fröhlich sein, denn im Oktober ist die Qual vorbei und wir werden wissen, mit wem wir uns die nächsten Jahre herum ärgern müssen und dies in der Hoffnung, dass wir auch die kommende Regierung überleben werden.

Impfen ist Nächstenliebe, wählen leider nicht.

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2 Comments

  1. Tja, das ist leider überwiegend richtig. Baerbock hat es verbockt, Scholz macht nichts – und damit auch nichts falsch und Laschet ist einfach ein Leichtmatrose, dessen Vater übrigens Bergmann war. Es geht um Wahlprogramme- und da steht meine Wahl fest. ✅🌻

    • Das Unterlassen ist dem schuldhaften Tun gleichgestellt. Nichts machen und temporär das Gedächtnis zu verlieren darf keine Prädikat-Auszeichnung für Politiker sein. Leichtmatrosen haben wir in der Polit-Szene zuhauf. Denk ich u.a. an den Scheuer und den Maas, dann bin ich wahrlich um den Schlaf gebracht. Mit den quotierten Leichtmatrosinnen verhält es sich genauso. Was wir in Berlin dringend als Startup brauchen, ist ein Waschsalon für unschuldige Hände. Da werden die Polit-Protagonisten Schlange stehen, beim Versuch Absolution zu erlangen.

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